Risikoermittlung osteoporotischer Frakturen

Zunächst sollten Sie überprüfen, welche allgemeinen Risiken für eine Osteoporose bei Ihnen gegeben sind. Solche Risiken sind bereits erlebte Frakturen, bekannte Oberschenkelhalsfrakturen bei einem Elternteil, Nikotinkonsum, häufige Stürze in den letzten Monaten und Bewegungsmangel.

Sollte einer dieser Risikofaktoren bei Ihnen gegeben sein, können Sie zu Ihrem Alter 10 Jahre pro Risikofaktor addieren. Ein 65-jähriger Raucher beispielsweise wird so zu einem 75-jährigen Mann.

Mit Ihrem anhand der Risikofaktoren ermittelten „virtuellen“ Alter betrachten Sie bitte die folgende Liste aus T-Werten und Lebensalter. Wenn eine der gelisteten Konstellationen aus Geschlecht und T-Wert auf Sie und Ihr „virtuelles“ Alter zutrifft, ist Ihr Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden größer als 30%. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Gibt es Ausnahmen von dieser Regel?

Ja. Patienten mit spontanen Wirbelkörperfrakturen werden immer behandelt, unabhängig von T-Wert und tatsächlichem Alter.

Die Therapie

Grundsätzlich müssen bei der Therapie der Osteoporose zwei Ansätze verfolgt werden. Zum einen empfehlen sich Basismaßnahmen zur Frakturprophylaxe und zum anderen eine medikamentöse Behandlung.


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